• 3.4.2025
  • Lesezeit: 3 Min.

Antonius Schneider und Friedrich Esch erhalten Preis für gute Lehre

Herausragende TUM-Lehrende ausgezeichnet

Studierende brauchen vor allem eins: engagierte Lehrende, die sie inspirieren, fachlich und menschlich über sich hinauszuwachsen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sechs TUM-Lehrende besonders innovative Wege gegangen. Für ihre Leistungen wurden sie nun ausgezeichnet: mit dem Preis für gute Lehre des Freistaats Bayern und der Ehrenurkunde für Exzellenz in der Lehre.

Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger des Preises für gute Lehre des Freistaats Bayern und der Ehrenurkunden für Exzellenz in der Lehre der TUM Andreas Heddergott / TUM
Vizepräsident Gerhard Müller mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Preises für gute Lehre der Ehrenurkunden für Exzellenz in der Lehre

„Gute Lehre von heute schafft die Exzellenz von morgen“

Vergangenen Montag in Würzburg überreichte Wissenschaftsminister Markus Blume den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preis an Hochschuldozierende aus ganz Bayern – eine Ehrung, mit der das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst jedes Jahr außergewöhnliche Erfolge in der Lehre würdigt.

„Gute Lehre von heute schafft die Exzellenz von morgen“, betonte Blume. „Wer nicht nur Inhalte, sondern auch Begeisterung für ein Fach vermittelt, sorgt dafür, dass aus den Talenten von heute herausragende Expertinnen und Experten von morgen werden.“

Unter den 20 Preisträgerinnen und Preisträgern waren zwei TUM-Lehrende: Antonius Schneider (TUM School of Medicine and Health) und Friedrich Esch (TUM School of Natural Sciences). Sie erhielten zusätzlich eine Ehrenurkunde für Exzellenz in der Lehre von Gerhard Müller, dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre an der TUM – gemeinsam mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls von ihren Schools für den Preis für gute Lehre nominiert worden waren: Nicola Breugst, Stephan Günther, Orkan Okan und Stefan Recksiegel. 

Antonius Schneider: Aktiv gegen den Hausärztemangel auf dem Land

Dank Antonius Schneider profitieren Medizinstudierende an der TUM von einem hohen Praxisbezug und einer zukunftsorientierten Lehre mit digitalen, interaktiven Inhalten – z.B. durch die Einbindung praktizierender Ärztinnen und Ärzte in den Lehrbetrieb oder Online-Fälle zur gezielten Vorbereitung auf die praktische Arbeit. Er ist Direktor des TUM-Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, dem ersten hausärztlichen Lehrstuhl in Bayern. 

Um dem gravierenden Hausärztemangel auf dem Land entgegenzuwirken, hat Schneider das Projekt „Beste Landpartie Allgemeinmedizin“ (BeLA-Programm) ins Leben gerufen. Dafür entwickelte er in Kooperation mit dem TUM Medical Education Center (TUM MEC) Ausbildungs- und Betreuungskonzepte, die inzwischen Studierende in ganz Bayern und Baden-Württemberg motivieren, sich als Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner in ländlichen Regionen niederzulassen.

Friedrich Esch: Innovative Formate für eine erlebbare Wissenschaft

Auch Friedrich Esch vom Department Chemie der TUM School of Natural Sciences engagiert sich für eine praxisnahe Wissenschaft, die durch seine innovativen Lehr- und Prüfungsformate weit über den Hörsaal hinauswirkt. Dazu gehören ergebnisoffene Experimente, mit denen er seine Studierenden zur Lösung komplexer Fragen anregt und ihr Verständnis für größere Zusammenhänge fördert.  

Neben Preisen wie dem Ernst Otto Fischer Lehrpreis erhielt er dafür bereits eine der wichtigsten Auszeichnungen: Bestnoten von den Studierenden für seine Vorlesung „Cluster und Nanopartikel“. 

Mit dem Format „Garchingale“ hat Esch eine Bühne geschaffen, auf der Wissenschaft zum Erlebnis wird: Studierende präsentieren hier Praktikumsergebnisse als wissenschaftliche Screencasts. Seine didaktische Herangehensweise vermittelt neue Wege für den Dialog – auch mit einem breiten Publikum. Außerdem weckt Esch in Studierenden jene Eigenschaften, die nicht nur die Wissenschaft, sondern auch unsere Gesellschaft als Ganzes voranbringen: Neugier und Entdeckerdrang.   

Technische Universität München

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